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Gleichwohl lässt es einigermaßen tief blicken, dass sich vorab kaum ein VfL-Verantwortlicher mit dieser bestmöglichen Variante zu beschäftigen scheint — der in unmittelbarer Nähe befindliche Abgrund übt offensichtlich eine deutlich größere Faszination auf die VW-Städter aus.  

Die Auswärts-Misere ist der Grund, warum die Schwaben ihren Blick stetig nach unten richten müssen, denn der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur zwei Punkte. Zum Glück für den VfB haben Dienstag und Mittwoch aber auch alle hinter ihnen platzierten Klubs verloren.

Da dies jüngst nicht einmal in der Opel Arena gelang, dürfte ein Durchbruch in der Fremde noch in ziemlich weiter Ferne liegen: Angesichts des in Stuttgart (0:1) und München (0:4) erlittenen Niederlagen hat der FSV jenseits der Heimat noch überhaupt keinen Sonnenstrahl erhascht.

Weitere überraschende Torschützenkönige waren etwa der Bochumer Theofanis Gekas in der Saison 2006/07, sein Vereinskollege Thomas Christiansen 2002/03 oder auch der Nürnberger Marek Mintal in der Saison 2004/05.

In den Auswärtsspielen trifft es dagegen nicht den Kern, wenn von einer Talfahrt gesprochen wird: Da alle fünf auf fremden Plätzen absolvierten Spiele verloren gingen, dürfte die Formkurve hier vielmehr einer verdammt weit unten angesetzten geraden Linie entsprechen.

André Breitenreiter kann einem nur leidtun. Gerade in einer sportlich heiklen Phase, in der es gegen Spitzenteams wie den BVB (2:2), die Bayern (0:3) und nun Bayer Leverkusen um einen Platz in Europa geht, wird der Schalke-Coach immer wieder mit Gerüchten um seine Zukunft konfrontiert.  

Umso mehr gilt dies, nachdem die Fuggerstädter erst am vergangenen Wochenende gegen Gladbach zu überzeugen wussten. Obwohl die Weinzierl-Elf nach rund einer halbe Stunde in Rückstand geraten war, vermochten es die Augsburger, das Spiel noch zu drehen und das innerhalb von gerade mal drei Minuten.

Das dürfte auch an der Heimbilanz liegen: Aus den bisherigen neun Heimspielen holte Hoffenheim vier Siege und fünf Remis — zwei davon aber in den letzten beiden Heimpartien: 2:2 gegen Dortmund und 1:1 gegen Werder Bremen.

Platz drei, der die fixe Teilnahme an der Champions League bedeutet, ist allerdings lediglich einen Punkt entfernt. Läuft alles nach Wünsch könnte die Hecking-Elf bereits nach der Samstagspartie (15:30 Uhr) wieder in Reichweite der Königsklasse sein. Dazu müssen allerdings drei Punkte gegen den HSV her.

So kommt man zwar auf 17 erzielte Treffer. Bei bereits 15 Gegentreffern gehört man gleichzeitig jedoch auch zu den anfälligsten Mannschaften der Bundesliga.

 Von den bisherigen 22 Duellen konnten die Berliner lediglich sechs für sich entscheiden. Bei fünf Remis kamen zudem elf Hoffenheimer Siege zustande.  

Dass sich solch schwächere Auftritte nicht zu einer unschönen Regel entwickeln, legte zudem die Reaktion im Heimspiel gegen Darmstadt nahe. Wie schon nach dem Arbeitsunfall in Leipzig, meldete sich das Team auch dieses Mal umgehend mit einem Dreier im Kraichgau in der Spur zurück.

"Die schwere Zeit ist vorbei." Im Interview blickt @coke23andujar positiv in die Zukunft! ? https://t.co/WDwO9j9zEg #S04 pic.twitter.com/hYOTfXfxXq

Überragend dabei war Laszlo Kleinheisler, der der Partie seinen Stempel aufdrückte. Er erkämpfte Bälle, kurbelte das Offensivspiel an, setzte seine Mitspieler in Szene und traf selbst zum 2:Meier fand nur lobende Worte: „Er war immer viel unterwegs, sehr unangenehm für den Gegner und ist sich für nichts zu schade.“

Am besten mit einem vollen Erfolg am Sonntag in Stuttgart. Doch das dürfte leichter gesagt als getan sein in Anbetracht der Freiburger Auswärtsschwäche.

 Man muss kein Kenner der Materie sein, um der Eintracht mit der jüngst gezeigten Leistung demnächst auch in München, Dortmund & Co. rabenschwarze Erlebnisse zu prognostizieren: Auf Schalke könnten die Hessen zunächst aber noch einmal von der Schwäche der Hausherren profitieren.  

Aber auch aus aktuellem Anlass stellt das jüngste Derby-Debakel für die Fohlen einen herben Rückschlag dar.

Die 1:2-Schlappe gegen das zunächst augenscheinlich vom Fehlstart gezeichnete Werder hatte hingegen vielleicht ein noch sehr viel größeres Manko der Wölfe aufgezeigt: Angesichts der erst in den Schlussminuten verspielten Führung flog dem Klub schon damals die Unerfahrenheit im Tabellenkeller um die Ohren.

Zuvor erwartet den Coach der Hanseaten jedoch erst einmal die knifflige Aufgabe, die Abgänge von Schlüsselspielern wie Prödl, di Santo oder Davie Selke zu kompensieren und gleichzeitig eine neue schlagkräftige Truppe zu formen. Dumm nur, dass sich die sommerliche Suche nach Ersatz mühsamer als erwartet gestaltete.

Die Veltins-Arena zu Gelsenkirchen bekommt am Freitagabend das erste Duell der Rückrunde zu sehen. für den gastgebenden FC Schalke stehen im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt dabei gleich einmal etwas mehr als nur die berühmten drei Punkte auf dem Spiel.

 Noch könnte Augsburg neue Offensiv-Spieler holen, aber FCA-Manager Stefan Reuter schließt Winter-Transfers aus. Er vertraut lieber auf die verletzten Stürmer Raul Bobadilla und Alfred Finnbogason (Schambeinentzündung), deren Ausfälle der Hauptgrund für die Sturm-Flaute sind.  

Während die an der Elbe gastierenden Fohlen auch selbst noch immer dringend auf Punkte im Kampf um das europäische Geschäft angewiesen sind, schaut in der Volkswagen-Arena lediglich der bereits als Absteiger feststehende FC Köln vorbei.

Hoffenheim konnte in dieser Bundesliga-Saison nur eines von vier Heimspielen gewinnen – die letzten beiden wurden verloren.

Es war gleichzeitig das Heimdebüt für Florian Kohfeldt als Werder-Trainer. Sein erstes Spiel hatte er zwei Wochen davor in Frankfurt absolviert und dabei eine knappe 1:2-Niederlage erlitten. Erst in der 89. Minute hatte Sebastien Haller für den Siegtreffer der Eintracht gesorgt. Werder lag damals noch sieglos auf dem vorletzten Tabellenplatz.

In Stuttgart am Samstag soll nun nicht nur der Verbleib in der Bundesliga endgültig fixiert werden, sondern auch das positive Erlebnis aus dem Heimsieg gegen Werder Bremen mitgenommen werden. Breitenreiter setzt auf die Lockerheit, die durch diesen „Dreier“ wieder entstanden ist.

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